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Kinder von Suchtkranken

Fast 3 Millionen Kinder in Deutschland und somit vier Kinder pro Schulklasse oder jedes 7. Kind leben mit einem suchtkranken Elternteil zusammen.

Jedes Kind geht anders mit einer Sucht in der Familie um. Lisa, zum Beispiel, ist fleißig. Nach der Schule räumt sie die Küche auf und entsorgt die leeren Flaschen. Thomas verkriecht sich am liebsten in seinem Zimmer, spielt stundenlang am Computer oder schaltet vor dem Fernseher von der Wirklichkeit ab. Dennis hat Probleme in der Schule, oft ist er in Schlägereien auf dem Schulhof verwickelt und gelegentlich trinkt er mit seinen Kumpels einige Flaschen Bier in der Mittagspause.

Allen Kindern gemeinsam ist die ständige Ungewissheit, in welcher Verfassung sie ihre Mutter, ihren Vater oder beide vorfinden. Sie sind der Sucht ihrer Eltern meist schutzlos ausgesetzt, erleben sie als unzuverlässig und erfahren, dass es besser ist, nicht mehr zu vertrauen. Aus Angst, die eigene Familie zu verraten, vertrauen sie sich niemandem an. Sie haben Schuldgefühle für die eigenen ambivalenten Gefühle den Eltern gegenüber, übernehmen deren Verantwortung und Aufgaben und nehmen dadurch ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahr.
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(aus der Einleitung zum Pädagogischen Begleitmaterial für den Film „ZOEY“ Kinder von Suchtkranken; Christine Kogge, 2015, Blaues Kreuz in Deutschland e.V.)

  • Die DVD mit dem Begleitmaterial kann kostenlos beim Kommunalen Suchtbeauftragten ausgeliehen werden

 

 

Weitere wichtige Informationen zum Thema:

1. Nacoa Deutschland

https://beratung-nacoa.beranet.info   Logo_NACOA
auch kostenlose Telefonberatung:   Tel.: 030 / 35 12 24 29 (Mittwochs 11 - 13 Uhr)
Beratungstermine auch außerhalb der Telefonzeit möglich über Email: roemer@nacoa.de
Moderierter Online-Gruppenchat:»Hilfe meine Eltern trinken«   Dienstags ab 16 Uhr bzw. 18 Uhr

 

2. Online-Beratung von KidKit

 

3. Nottelefon von Flaschenkinder Iserlohn